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Historie

Am 24. Dezember 1893 schenkte der Plettenberger Fabrikant Wilhelm Seißenschmidt der Evangelischen Kirchengemeinde ein Grundstück und ließ darauf ein Krankenhaus errichten. Ein Erweiterungsbau wurde am 18. Februar 1913 eröffnet.

Am 14. Mai 1941 beschließen die Evangelische Kirchengemeinde und die Stadt Plettenberg nach Kriegsende ein neues Krankenhaus zu bauen. Am 28. August 1947 scheitern zunächst die Pläne für die Unterbringung der Inneren Abteilung des Krankenhauses in einem angemieteten Privathaus. Am 14. August 1950 ist es endlich soweit und die Innere Abteilung kann ihren Betrieb im Wichernhaus aufnehmen. Die Plettenberger Bevölkerung ermöglichte den Umbau dieses Privathauses zwei Jahre zuvor durch Spenden.

Da die vorhandenen Betten zur Versorgung der Bevölkerung nicht mehr ausreichten und die dezentrale Versorgung der Patienten organisatorische Probleme bereitete, entschloss sich die Stadtgemeinde Plettenberg und die evangelische Kirchengemeinde Plettenberg zur Gründung einer Krankenhausgesellschaft. Am 11.Oktober 1956 wurde die Krankenhaus Gesellschaft unter dem Namen „Evangelisches Krankenhaus Plettenberg gem. GmbH“ gegründet. Ziel der Gesellschaft war der Bau und Betrieb eines neuen Krankenhauses.

Im September 1959 zog das Evangelische Krankenhaus von der heutigen Seißenschmidt-Straße und vom Wichernhaus in das neu eröffnete Krankenhaus auf der Bracht. Am 2. Dezember 1994 konnte das Krankenhaus sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Im Juli 1999 wurden 42 Wohneinheiten Betreutes Wohnen bezogen und zwei Jahre später wurde das neue Seniorenzentrum mit 70 Plätzen eröffnet.

Nachdem das Evangelische Krankenhaus Plettenberg trotz Organisationsreformen und Sanierungsbemühungen weiterhin hohe Verluste verursachte, beabsichtigte die Evangelische Kirchengemeinde Ende 2006 ihre Gesellschaftsanteile zu veräußern.

In einem Bieterverfahren zeichnete sich ab, dass das Krankenhaus Plettenberg nicht mehr in Plettenberger Hand bleiben würde, sondern private Krankenhausträger den Kaufzuschlag erhalten würden. Dagegen richtete sich öffentlicher Protest in Plettenberg, der in der Gründung einer Bürgerinitiative mündete. Die „Initiative Plettenberger Krankenhaus“, mit der schon im April 2006 gegründeten „Reinhold-Mendritzki-Stiftung“, investierte 1,3 Millionen Euro für die Krankenhaus-Anteile der Evangelischen Kirchengemeinde in Plettenberg. Hauptziel der Stiftung war es, dass die Anteile nicht fremd veräußert werden sollten, sondern in der Stadt bleiben.

Reinhold Mendritzki war Gründer der „Reinhold-Mendritzki-Stiftung“ und Eigentümer des Plettenberger Unternehmens Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG. Am 15. Dezember 2006 übertrug die Evangelische Kirchengemeinde Plettenberg ihren Gesellschaftsanteil am Krankenhaus in Plettenberg an die Stiftung. In der "Mendritzki-Stiftung" werden die Aktivitäten der „Initiative Plettenberger Krankenhaus“ und das Engagement Reinhold Mendritzkis gebündelt. Gesellschafterinnen der heutigen Krankenhaus Plettenberg gem. GmbH sind mit einem Anteil von 50,15% die Stadt Plettenberg und mit einem Anteil von 49,85% die Mendritzki-Stiftung.

Am 13. Mai 2014 verstarb Herr Reinhold Mendritzki.Immer getrieben durch seinen festen Glauben an den Erhalt des Krankenhauses und dessen Wichtigkeit für Plettenberg war er in den vielen Jahren seines Engagements stets verlässlicher Rückhalt, Stütze und Freund.
Mit ihm verliert des Plettenberger Krankenhaus einen großen Gönner und Förderer.